Mittwoch, 10. Dezember 2014

DOGandTRAVEL trifft...

Thomas Anders

Er gilt als der „Gentleman“ der deutschen Musikstars, wurde als sympathischer Part von „Modern Talking“ weltberühmt, hat mehr als 120 Millionen Tonträger verkauft und wurde dafür mit über 420 Gold-und Platin-Schallplatten ausgezeichnet. Der Vollblutmusiker lebt mit seiner Familie, zu der auch Havanesermix Summer gehört, in Koblenz.

Herr Anders, Sie leben mit Ihrer Frau Claudia und Ihrem Sohn mitten in der Natur in Koblenz.

___STEADY_PAYWALL___ Ja, wir wohnen zwar in der Stadt, haben aber unser Haus am Stadtrand mit einem großen Garten. Diese Weite genießt Summer, unsere Havenesermischung fast jeden Tag - und das schon gute acht Jahre, die sie bei uns ist. Sie hat mit ihren kurzen Beinchen alles im Griff und buddelt sich auch gerne einmal unter den Zaun durch. Summer ist schon sehr neugierig und überhaupt nicht träge. Etwa zwei bis drei Mal im Jahr passiert es, dass jemand in der Nachbarschaft mit Summer unter dem Arm zu uns kommt und sagt: Ihr Hund war wieder bei uns. Natürlich büxt der Hund immer aus, wenn man es überhaupt nicht gebrauchen kann. Dann fahren wir mit dem Auto durch unseren Stadtteil, inzwischen kennen wir Summers Routen nämlich ganz gut, und so dauert es nie lange, bis wir sie wiederfinden.

Summer kommt aus einem spanischen Tierheim. Wie kam es dazu?

Es war nicht so, dass wir den Hund mitgebracht hätten. Eine Freundin von uns hatte den Hund eigentlich für ihre Mutter vorgesehen. Aber die schon etwas betagte Frau wollte oder konnte die Verantwortung für das Tier nicht tragen. Ich fragte sie dann, was sie denn jetzt mit dem kleinen Wesen täte. Daraufhin erklärte sie, dass sie das kleine Fellknäuel innerhalb von einer Woche wieder zurückgeben könne. Weil ich die Vorstellung ganz furchtbar fand, sagte ich ihr, dass sie den Hund auch erst einmal testweise bei uns lassen könne. Unser Sohn war damals erst vier oder fünf Jahre alt und ich wollte sicher gehen, dass es sich nicht um einen Angstbeißer handelt. Doch das hat sich innerhalb nur eines Tages erledigt. Alle Sorgen umsonst. Am dritten Tag bekam Summer ihren Hundekorb, ihre Hundedecke, eine passende Leine und war ab diesem Zeitpunkt ein vollkommen integriertes Familienmitglied.

Wer hat Summer erzogen?

Wir hatten nie wirklich Mühe, den Hund zu erziehen und haben festgestellt, dass Summer auf sanfte Töne reagiert, nicht auf Lautstärke. Wenn wir laut werden, erschreckt sie und rennt weg. Egal was passiert, wir rufen ihren Namen immer möglichst liebevoll. Dann wird sie auch sofort hellhörig. Wir haben ein relativ großes Haus. Deshalb kommt es öfter vor, dass wir sie nirgendwo finden können, weil sie sich gerne mal in versteckte Ecken legt. Dann reicht es, den Kühlschrank aufzumachen. Dann bekommt sie ein Lammohr, die meine Frau auch in ihrem Shop hat oder einen Knochen, wobei sie sie die gerne mal im Garten vor dem Haus vergräbt; meist ausgerechnet dann wenn der Boden schön nass ist. Dann kommt der Hund, bis zur Halskrause voll mit Dreck, erst einmal in die Wanne.

Welche „Macken“ hat die kleine Summer?

Beim Fressen lässt sie gar nicht mit sich spaßen. Wahrscheinlich ein Relikt aus ihrer Vergangenheit: Wer zuerst kommt, frisst zuerst. Wenn ein anderer Hund da ist, wird der Futternapf mit dem Leben verteidigt. Im Sommer passiert es gelegentlich, dass sie draußen übernachtet. Überall auf dem Grundstück hat sie ihre Lieblingsecken. Summer hat im Haus auf jeder Etage mindestens einen Hundekorb, aber scheinbar reicht es ihr nicht, dann schläft sie unter dem Gästebett und auch mal im begehbaren Schrank. Irgendwo findet sie immer ein Plätzchen, das sie kuschelig findet. An manchen Sommermorgen kommt es vor, dass wir sie schlafend vor der Terrassentür entdecken.

Twiggy, der Mops von Ralf Morgenstern, ist Summers beste Freundin...

Oh ja. Es gibt nur ein Problem: Immer wenn Twiggy zu Besuch ist, stellt meine Frau erst einmal die Futternäpfe nach oben. Damit lösen wir das Futterneidproblem wenigstens ansatzweise. Es kam schon vor, dass wir am Pool lagen, Ralf und Twiggy waren da, wir unterhielten uns, als plötzlich ein Radau ausbrach: Twiggy schoss aus dem Haus und Summer wütend hinterher. Es ging nur ums Futter. Das ist aber wirklich auch das einzige Problem zwischen den Beiden.

Sie verbringen regelmäßig den Sommer mit Ihrer Familie auf Ibiza...

Im Sommer ist die Familie vier Wochen am Stück auf der Insel. Dann macht es auch Sinn, Summer mitzunehmen. Sie liebt „ihr Ferienparadies“: Wenn sie ins Haus kommt, kündigt sie sich erst einmal durch lautes Bellen an, dann wird alles abgegangen und gecheckt ob noch alles in Ordnung ist, sie kennt das ja schon einige Jahre. Vorher lassen wir sie natürlich kurz scheren, das ist einfach besser bei 36°C. Einmal am Tag wird sie abgeduscht. Den Pool mag sie jedoch gar nicht. Ins Meer tastet sie sich schon ab und zu mal vor, spielt aber eher mit den Wellen, als dass sie wirklich badet, vielleicht ist ihr dieses Wasser einfach zu salzig. Bei Regenwetter mag sie gar nicht raus. Wenn überhaupt, dann nur kurz vor die Tür, schnellstens pieseln und zurück ins trockene Körbchen, ein echter Schönwetterhund.

Ihre Frau Claudia hat im Oktober einen Hunde-Onlineshop eröffnet: HOME & DOGS. Worum handelt es sich genau? Was ist die Idee dahinter?

HOME & DOGS ist ein Lifestyle-Shop, in dem ihre eigene Futtermarke im Mittelpunkt steht. Wir haben an Summer gemerkt, dass sie nicht mehr alle Futter verträgt und träge wurde. Durch Zufall hat meine Frau dann Metzger kennengelernt, die gerade an der Entwicklung von hochwertigem Hundefutter arbeiteten. Sie haben mit Tierärzten und Ernährungswissenschaftlern gesprochen. Die meisten der von HOME & DOGS angebotenen Produkte sind, bis auf zwei Sorten, die Hirse und Reis enthalten, getreidefrei und enthalten ausschließlich reines Muskelfleisch und zum Teil Innereien. Alle anderen sechs Sorten sind getreidefrei. Es werden dann Ersatzstoffe wie Quinoa verwendet und es gibt sogar hypoallergenes Futter, das aus Känguru, Hirsch und Pferd besteht. Summer bekommt das Futter auch, wegen ihrer Größe natürlich nur die 200 Gramm-Dose. Nun steht sie permanent vor dem Napf und will immer mehr davon haben und wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht fett füttern. Ich kann es mit dem vollsten Gewissen vertreten: es handelt sich um hervorragendes Hundefutter. Allein der Duft: dieses Futter riecht wie Babynahrung, man kann die Fleischstücke sehen und braucht auch keinen Deckel, wenn die Dose im Kühlschrank aufbewahrt wird, weil es eben nicht unangenehm riecht. Für kleine Hunde gibt’s die 200 Gramm, für mittelgroße 400 Gramm und für die Großen die 800 Gramm Dosen. Für Doggen bzw. Tiere über zehn Kilogramm ist es, wegen des nicht eben billigen Preises, wahrscheinlich eher Beifutter.

Wo wird das Futter produziert?

Es sind zwei Lebensmittelmetzger aus dem Hessischen, die uns persönlich bekannt sind, die für die Qualität bürgen.

Neben der eigenen Hundefuttermarke gibt es aber auch andere Produkte?

Ja klar. Neben dem Hundefutter kommt ein bisschen Passion dazu. Meine Frau und ich sind Liebhaber des Hampton-Styles, mögen modernen Landhausstil, alles in hellen Farben. Die Produkte spiegeln deshalb schön wieder, wie wir auch eingerichtet sind. Claudia sagt: „Ich habe in diesem Shop nur das, was ich mir zu Hause auch selbst kaufen würde.“ Bei uns darf der Hund nicht alles. Etwa, wenn sich Summer im Garten ausgetobt hat und danach aufs helle Sofa springt, ist das eher ungünstig. Deshalb bekommt der Hund natürlich ein adäquates Kissen. Dieses Kissen liegt dann irgendwo im Körbchen oder neben dem Sofa, neben der Sitzgruppe, wo auch immer. Dazu gibt es aber auch passend die Kamindecke für Frauchen, stilvolle Wohn-Accessoires, denn man möchte ja nicht alles wegräumen, wenn Besuch kommt....

DOGandTRAVEL Tipp

In den vergangenen 18 Jahren hat Claudia Weidung-Anders ihren Mann im Management und im Backoffice unterstützt. Jetzt verwirklicht sie mit HOME & DOGS einen ihrer Träume. Denn schon seit langer Zeit hat sie den Wunsch, eine eigene Lifestyle-Marke für Hund und Halter zu kreieren. Der Online-Shop www.home-and-dogs.com ging mit großem Medienecho im Oktober 2014 an den Start. Gleichzeitig eröffnet im Klostergut Besselich in Urbar bei Koblenz ein attraktiver Verkaufs- und Showroom.