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Dienstag, 21. April 2026

Fellpflege zu Hause

Was Hundehalter wissen sollten, bevor sie selbst zur Schermaschine greifen

Zweimal im Jahr verwandelt sich viele Hundewohnungen in wahre Haarlandschaften. Auf dem Sofa, im Auto, auf der frisch gewaschenen Jeans – überall tauchen Büschel auf, die eben noch fest im Hundefell saßen. Der Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess: Ausgelöst durch veränderte Tageslänge und Temperatur, stößt der Hundekörper im Frühling das dichte Winterfell ab und bildet ein leichteres Sommerfell. Im Herbst läuft es umgekehrt. Gesteuert wird das über die Zirbeldrüse, die je nach Lichtverhältnissen mehr oder weniger Melatonin ausschüttet. Sechs bis acht Wochen dauert der Wechsel, wobei der Frühlingswechsel deutlich intensiver ausfällt – schlicht, weil die dichte Unterwolle raus muss.

Wie stark ein Hund haart, hängt von mehreren Faktoren ab. Rassen mit viel Unterwolle wie Schäferhunde, Huskys oder Golden Retriever verlieren enorme Mengen. Ältere Hunde haaren oft stärker als junge, kastrierte mehr als unkastrierte. Pudel, Malteser oder Labradoodles wiederum durchlaufen keinen klassischen Fellwechsel – ihr Haar wächst kontinuierlich und muss regelmäßig geschnitten werden. Wer den Felltyp seines Hundes kennt, kann die Pflege besser anpassen.

Regelmäßiges Bürsten ist weit mehr als Kosmetik. Es entfernt totes Haar, fördert die Hautdurchblutung und regt die Talgproduktion an. Lose Unterwolle, die im Fell verbleibt, kann Juckreiz auslösen und zu schmerzhaften Verfilzungen führen. Außerdem lassen sich bei der Pflege Zecken, Flöhe oder Hautveränderungen frühzeitig entdecken. Experten empfehlen, Hunde frühzeitig in kleinen Schritten an Pflegegeräte zu gewöhnen – mit Geduld, Leckerlis und kurzen Sitzungen.

Natürlich kann man das auch dem Hundefriseur überlassen. Eine Standardpflege kostet je nach Hundegröße rund 40 bis 100 Euro. Bei pflegeintensiven Rassen summiert sich das auf mehrere Hundert Euro jährlich. Nicht jeder Hund kommt mit dem Salonbesuch gut zurecht: Fremde Umgebung, unbekannte Hände und laute Geräte können für empfindliche Tiere erheblichen Stress bedeuten. Das ist einer der Gründe, warum immer mehr Halterinnen und Halter die Fellpflege selbst übernehmen.

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Selbst pflegen: Worauf es ankommt

Wer zu Hause bürstet oder schert, sollte ein paar Grundregeln beachten. Vor dem Schneiden immer gründlich entfilzen – Knoten können dazu führen, dass Geräte blockieren oder unangenehm ziehen. Die richtige Länge kennen: Zu kurz geschorenes Fell kann den Schutz vor Sonne und Kälte beeinträchtigen. Empfindliche Stellen wie Ohren, Bauch und Pfoten erfordern besondere Vorsicht. Und: Nicht jeder Hund darf geschoren werden. Bei Rassen mit Doppelfell (Unterwolle + Deckhaar) kann eine Schur das Fellwachstum dauerhaft stören. Im Zweifel lohnt sich ein Gespräch mit einem erfahrenen Groomer oder dem Tierarzt.

Auf dem Markt gibt es inzwischen Geräte, die den Einstieg erleichtern sollen. Eines davon ist das Grooming Kit von TRIXIE (UVP 139 Euro), das fünf Funktionen kombiniert: Schermaschine, Softbürste, Carding-Striegel, Polsterbürste und Fugendüse. Herzstück ist eine integrierte Absaugfunktion, die lose Haare direkt in einen beutellosen Behälter saugt. Der Hersteller verspricht einen leisen Motor und einen flexiblen Schlauch. Ob das in der Praxis ausreicht, um einen geräuschempfindlichen Hund nicht zu beunruhigen, hängt freilich vom jeweiligen Tier ab.

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Fellpflege unterwegs: Wenn der Camper zum Hundesalon wird

Camping mit Hund boomt. Allein in Deutschland wurden 2025 rund 44,7 Millionen Camping-Übernachtungen verzeichnet, und ein erheblicher Teil der Reisenden hat einen Vierbeiner dabei. Was viele erst unterwegs merken: Im begrenzten Raum eines Wohnmobils fallen Hundehaare deutlich stärker auf als daheim. Sie setzen sich in Polstern fest, laden sich elektrostatisch auf und lassen sich aus Stofffasern nur mühsam entfernen. Kommt der Fellwechsel dazu, wird es richtig haarig – im wörtlichen Sinne.

Erfahrene Camper setzen auf eine Kombination aus Vorbeugung und Reinigung: regelmäßig draußen bürsten, abnehmbare Bezüge verwenden, einen Handstaubsauger griffbereit haben. Geräte mit integrierter Absaugung wie das TRIXIE Grooming Kit gehen einen Schritt weiter, indem Bürsten und Saugen in einem Arbeitsgang stattfinden. Praktisch ist das allemal, erspart aber nicht die Grundarbeit: Auch unterwegs muss das Fell vorher entfilzt werden.

Ein oft unterschätzter Aspekt ist der Stressfaktor. Ein ohnehin aufregender Campingurlaub mit neuen Gerüchen und Geräuschen ist nicht der ideale Zeitpunkt, um zum ersten Mal eine Schermaschine auszupacken. Wer unterwegs pflegen möchte, sollte den Hund bereits zu Hause an das Gerät gewöhnt haben. Dann kann die vertraute Nähe zur Bezugsperson helfen, die Prozedur entspannter ablaufen zu lassen als im fremden Hundesalon.

Ob sich ein Kombigerät lohnt, ist eine individuelle Rechnung. Wer einen pflegeleichten Kurzhaar-Hund hat, kommt mit Bürste und gelegentlichen Friseurbesuchen aus. Bei Rassen mit dichter Unterwolle, die häufig gepflegt werden müssen, spart ein solches Gerät dagegen Zeit und Geld. Wichtig bleibt: Kein Gerät der Welt ersetzt Grundwissen über den eigenen Hund. Wer den Felltyp kennt, auf Sicherheit achtet und seinen Vierbeiner behutsam an die Pflege heranführt, ist auf dem richtigen Weg – egal ob im Wohnzimmer oder auf dem Campingplatz.

Das Grooming Kit gibt's u.a. im TRIXIE Onlineshop.

Fotos: Trixie


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