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Hunde gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

Alle Jahre wieder stehen Hunde ganz oben auf den Wunschzetteln vieler Kinder. Beim Gedanken an die leuchtenden Augen, die ein tollpatschiger Welpe unter dem Christbaum garantiert, werden gerade in der Weihnachtszeit viele Eltern schwach. Experten stehen Hunden als Geschenk äußerst kritisch gegenüber. So auch Dr. Angela Hughes von Mars Petcare. Sie erklärt, was es im Vorfeld zu bedenken gilt und mit welchen Alternativen Eltern ihren Kindern dennoch eine große Freude machen können.

„Keine Frage, Hunde können eine tolle Bereicherung darstellen – allerdings nur, wenn die Lebensumstände passen“, betont Dr. Angela Hughes. Daher sollten sich potenzielle Hundehalter im Vorfeld eine genaue Vorstellung davon machen, was auf sie zukommt. Viele Tierheime in Deutschland beugen dem unüberlegten Verschenken von Tieren inzwischen sogar mit einem Vermittlungsstopp kurz vor Weihnachten vor.

Die Verantwortung liegt bei den Eltern
Ein Hund stellt das Leben aller Familienmitglieder auf den Kopf und ganz besonders das der Eltern. Denn auch wenn sich ein Kind nichts sehnlicher wünscht – am Ende müssen vor allem die Erwachsenen bereit sein, die Verantwortung dafür zu tragen, dass der Vierbeiner genügend Auslauf, Futter und die nötige tierärztliche Versorgung erhält. Ebenfalls empfiehlt es sich, eventuelle Allergien im Vorfeld abzuklären und das Einverständnis des Vermieters einzuholen. Auch im Hinblick auf Urlaube sollte sich die Familie Gedanken darüber machen, ob ein Hund mit den individuellen Vorstellungen vereinbar ist und ob es alternative Unterbringungsmöglichkeiten für die Ferien gibt. Dr. Hughes empfiehlt zudem eine realistische Kostenkalkulation, in der neben der Nahrung auch Versicherung, Hundeschule und Arztbesuche beachtet werden. Zumal gerade mit dem Alter der Tiere die Ausgaben für medizinische Leistungen erheblich steigen können. „Man kann davon ausgehen, dass ein Hund zusätzlich zum Futter im Schnitt rund 100 bis 150 Euro pro Monat kostet“, so die Expertin. Ebenso sollten sich die Eltern über verschiedene Rassen und ihre jeweiligen Bedürfnisse informieren, um den Zeit- und Kostenaufwand optimal einzuschätzen.

Weihnachtstage eignen sich nicht zur Eingewöhnung
Und auch wenn nach reiflicher Überlegung nichts mehr gegen einen Hund spricht, sind die Weihnachtstage denkbar ungünstig für die Anschaffung. „In der Eingewöhnungsphase braucht der junge Liebling erst einmal viel Ruhe und die volle Aufmerksamkeit“, weiß die Tierexpertin. An Weihnachten und Sylvester ist der Trubel meist groß und das bedeutet Stress pur für das neue Familienmitglied.

Alternative Geschenkideen für kleine Hundefans
Wer seinen Kindern dennoch eine „tierische“ Freude machen möchte, dem rät Dr. Huhges, zunächst ein schönes Buch über die richtige Hundehaltung und unterschiedliche Rassen zu schenken. „So können Sie sich über die Weihnachtstage gemeinsam auf die Bedürfnisse des neuen Schützlings vorbereiten“, so die Tierexpertin. Auch ein Informationskurs ist ein tolles Geschenk. „Viele Hundeschulen bieten speziell auf Kinder zugeschnittene Kurse an, in denen sie Zeit mit Hunden verbringen können und den verantwortungsbewussten Umgang erlernen.“ Erste Erfahrungen mit Hunden können oft auch in der Nachbarschaft gesammelt werden, wenn Hundebesitzer temporär Unterstützung benötigen.

Gutes tun mit einer Patenschaft
Und wenn trotz aller Tierliebe die Haltung eines eigenen Hundes nicht möglich ist, dann bietet auch eine Patenschaft eine gute Option, sich um das Wohl eines Vierbeiners zu kümmern. Viele Tierheime ermöglichen den Paten, ihren Hund regelmäßig zu besuchen und Zeit mit ihm zu verbringen.

Quelle: Wisdom Health/DOGandTRAVEL
Foto: Pixabay - oliverromero

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